Gastbeitrag von Guido Meyer, naturdigital.online
(english version at the end)
Nicht der Wolf beeinflusst das Wildtierverhalten, sondern der heutige extrem hohe Jagddruck des Menschen. Wissenschaftliche Grundlagen sind bereits dahin geschaffen, dass davon abgesehen werden kann, dass der Wolf in irgendeiner Form das räumlichen Verhalten der Wildtiere beeinflusst, weder geografisch, noch in jeglichem gruppendynamischen Verhalten. Die TU Dresden (Dipl.-Forsting. Mark Nitze u.a.) hat 22 Rotwildtiere besendert und das räumliche Verhalten dieser Tiere wissenschaftlich in Wolfsrevieren untersucht. Die Quintessenz ist nicht überraschend, es gibt keinerlei veränderte Verhaltensmuster. Auch Begrifflichkeiten wie “Angstrudel” (Wildtierverbände, angebliche Rudel/Gruppen-Zusammenschlüsse wegen der Wolfspräsenz) gehören nur zum Jägerlatein. Vielmehr wurde die Einschätzung vieler Wildbiologen dahin bestätigt, als das Wölfe und Schalenwild in unmittelbaren Nebeneinander und Miteinander leben.